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Tatjana Ruhland, Flöte

Als „Paganini der Flöte“ wurde Tatjana Ruhland einmal von einem Kritiker beschrieben. Die 1972 in Regensburg geborene Flötistin zählt spätestens seit ihrem Debüt in der New Yorker Carnegie Hall zu den profiliertesten Vertreterinnen ihres Instruments. In München und New York ausgebildet und bei mehreren internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, ist Tatjana Ruhland erfolgreich als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin tätig. Zu den Höhepunkten der nächsten Zeit zählen Auftritte bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling und der Bachwoche Ansbach, ein Rezital beim Festival der Deutschen Gesellschaft für Flöte sowie der Vorsitz in der Jury für Flöte/Oboe beim Deutschen Musikwettbewerb. Über ihre kürzlich auf CD erschienene Aufnahme mit dem Flötenkonzert von Krzysztof Penderecki schrieb das Fono Forum: „Hier kann Ruhland, an der Seite des mutig aufspielenden Orchesters, alles ausspielen: Virtuosität, Übergänge, Kontraste.“ Partner auf dieser Einspielung, die auch Werke von J. S. Bach – darunter die virtuose 2. Orchestersuite – enthält, ist das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (jetzt SWR Symphonieorchester), in dem Tatjana Ruhland seit 2000 als Solo-Flötistin wirkt.

Ihre musikalische Kompetenz und inspirierende Bühnenpräsenz setzt Tatjana Ruhland für durchdachte Programme und anspruchsvolle Projekte ein. So wurde sie kürzlich vom Festival Heidelberger Frühling erneut eingeladen, um 2019 eine Auftragskomposition – ein Flötenkonzert von David Philip Hefti – uraufzuführen. In den letzten Jahren ist die Flötistin u.a. bei so namhaften Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Mozartfest Würzburg, dem Musikfest Stuttgart, dem Heidelberger Frühling, dem Prager Frühling und dem Festival de Radio France aufgetreten. Sie spielte darüber hinaus im Orchester der Bayreuther Festspiele unter Christian Thielemann. Weitere Konzertreisen führten sie zu Solokonzerten u.a. nach Belgien, Italien, Japan, Taiwan, Brasilien, Argentinien und in die USA. Als Solo-Flötistin des SWR Symphonieorchesters und als Gast weiterer Rundfunkorchester trat sie u.a. in Konzerten in der Suntory Hall Tokio, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Royal Albert Hall, der Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, dem Musikverein und Konzerthaus Wien sowie der Tonhalle Zürich auf. 

Tatjana Ruhland musizierte als Solistin mit bedeutenden Klangkörpern (u.a. SWR Symphonieorchester, Bayerisches Staatsorchester München, Berliner und Prager Symphoniker, Bach Collegium Stuttgart, Heilbronner Kammerorchester), bei Festivals wie dem Rheingau Musikfestival und den Londoner „Proms“ sowie als kammermusikalische Partnerin mit Hilary Hahn, Wen-Sinn Yang, Emmanuel Pahud, Angela Hewitt, Matthias Goerne, Christine Schäfer, Christina Landshamer, Eckart Heiligers, Matthias Höfs, Christian Schmitt und Yaara Tal. Aspekte ihrer vielfältigen Tätigkeit sind in Rundfunkproduktionen und auf CD dokumentiert. Vor dem Album mit Musik von Penderecki und Bach sind bereits Einspielungen kammermusikalischer Werke von Charles Koechlin und Mel Bonis erschienen. 

Als gefragte Pädagogin gibt Tatjana Ruhland Meisterkurse in Europa, Japan und den USA. So war sie als Dozentin an der Manhattan School of Music und der Juilliard School in New York zu Gast, außerdem an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh und dem NRW Orchesterzentrum Dortmund. Von 2009 bis 2017 unterrichtete sie eine Flötenklasse an der Hochschule für Musik in Saarbrücken. Als Jurorin ist die Musikerin bei internationalen Wettbewerben in Deutschland und Japan tätig. 2017 war Tatjana Ruhland Juryvorsitzende für Flöte/Oboe beim Deutschen Musikwettbewerb.

Ihre Ausbildung erhielt die Regensburgerin an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Paul Meisen und Prof. András Adorján, an der Manhattan School of Music in New York bei Jeanne Baxtresser, wo sie 1998 mit dem Titel „Master of Music in Orchestral Performance“ abschloss, sowie an der Accademia Chigiana in Siena bei Aurèle Nicolet. Sie erhielt erste Preise beim Deutschen Hochschulwettbewerb sowie beim Internationalen Wettbewerb „Prager Frühling“ (1996). Darüber hinaus ist sie Preisträgerin des bedeutenden Internationalen Wettbewerbs für Flöte in Kobe, Japan (1997) und des Wettbewerbs „east&west International Auditions“ New York (1999) sowie Stipendiatin des Deutschen Musikwettbewerbs.


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