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Tatjana Ruhland, Flöte

Als „Paganini der Flöte“ wurde OPUS KLASSIK-Preisträgerin Tatjana Ruhland einmal von einem Kritiker beschrieben, und im Dezember 2018 nannte sie der Tagesspiegel anlässlich von Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ mit den Berliner Philharmonikern „einen fabelhaften Faun“ und resümierte: „Schon für die ersten Takte ist der Jubel am Ende verdient“. Im Fono Forum hieß es über eine ihrer CDs, Ruhland könne „alles ausspielen: Virtuosität, Übergänge, Kontraste“. Nach ihrer Einspielung von Flötenwerken Carl Reineckes beschrieben die Rezensenten Tatjana Ruhland als „Spitzenklasse ihrer Zunft“ und „virtuose und volatile Flötistin“ mit „warmem Ton voller Gestaltungsintensität.“ Diese Aufnahme, von der Zeitschrift Crescendo als „leidenschaftliche Liebeserklärung“ gewürdigt, wurde 2018 mit dem OPUS KLASSIK als Konzerteinspielung des Jahres ausgezeichnet.

Ihre musikalische Kompetenz und inspirierende Bühnenpräsenz setzt Tatjana Ruhland, die spätestens seit ihrem Debüt in der New Yorker Carnegie Hall zu den profiliertesten Vertreterinnen ihres Instruments zählt, für durchdachte Programme und anspruchsvolle Projekte ein. So wurde sie vom Festival Heidelberger Frühling erneut eingeladen, um im April 2019 eine Auftragskomposition – ein Flötenkonzert von David Philip Hefti – uraufzuführen. In den letzten Jahren ist die Flötistin u.a. bei so namhaften Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Mozartfest Würzburg, dem Musikfest Stuttgart, dem Prager Frühling und dem Festival de Radio France aufgetreten. Sie spielte darüber hinaus im Orchester der Bayreuther Festspiele unter Christian Thielemann. Weitere Konzertreisen führten sie zu Solokonzerten u.a. nach Belgien, Italien, Japan, Taiwan, Brasilien, Argentinien und in die USA. Als Solo-Flötistin des SWR Symphonieorchesters und als regelmäßiger Gast weiterer Rundfunkorchester trat sie u.a. in der Suntory Hall Tokio, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Royal Albert Hall, der Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Musikverein und Konzerthaus Wien sowie der Tonhalle Zürich auf.

Tatjana Ruhland musizierte als Solistin mit bedeutenden Klangkörpern (u.a. SWR Symphonieorchester, Bayerisches Staatsorchester München, Berliner und Prager Symphoniker, Bach Collegium Stuttgart, Heilbronner Kammerorchester) und bei Festivals wie dem Rheingau Musikfestival, dem Lucerne Festival und den Londoner „Proms“ sowie als kammermusikalische Partnerin mit Hilary Hahn, Wen-Sinn Yang, Emmanuel Pahud, Angela Hewitt, Matthias Goerne, Christine Schäfer, Christina Landshamer, Eckart Heiligers, Matthias Höfs, Christian Schmitt und Yaara Tal. Vor den neuesten Alben mit Musik von Reinecke, Penderecki, Bach und des (von Goethe hoch verehrten) August Eberhard Müller sind bereits Einspielungen kammermusikalischer Werke von Charles Koechlin und Mel Bonis erschienen.

Als gefragte Pädagogin gibt Tatjana Ruhland Meisterkurse in Europa, Japan und den USA. So war sie als Dozentin an der Manhattan School of Music und der Juilliard School in New York zu Gast, außerdem an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh und dem NRW Orchesterzentrum Dortmund. Von 2009 bis 2017 unterrichtete sie eine Flötenklasse an der Hochschule für Musik in Saarbrücken. Als Jurorin ist die Musikerin bei internationalen Wettbewerben in Deutschland und Japan tätig.

Die 1972 in Regensburg geborene Flötistin wurde in München und New York ausgebildet und bei mehreren internationalen Wettbewerben (u.a. in Prag, Kobe und New York) ausgezeichnet. Ihre Position als Solo-Flötistin des SWR Symphonieorchesters (früher Radio-Sinfonieorchester Stuttgart) hat Tatjana Ruhland seit 2000 inne.

Tatjana Ruhland spielt Instrumente von Muramatsu und V.Q.Powell.

Aktualisiert im März 2019. Bitte verwenden Sie kein älteres Material.

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